04.01.2013 "Engerling Blues Band" im Malzhaus / Plauen

wie immer im Malzhauskeller: Neujahrsbluesauftakt mit der Berliner Kultband

Wolfram"Boddi"Bodag beim Gesang am Keyboard
Wolfram"Boddi"Bodag beim Gesang am Keyboard

Wie jedes Jahr eröffneten die Engerlinge die Konzertsaison im schönen rustikalen Malzhauskeller. Die Mannen um Boddi Bodag, die seit 38 Jahren auf der Bühne stehen und ihren unverwechselbaren Blues und Deutschrock auf die Bühnen bringen, haben wieder mal ein tolles Konzert abgeliefert.     Ihr Repertoire ist ja riesig und man kann immer wieder gespannt sein, welche Songs an diesem Abend zu hören sind.

Von Eigenkompositionen, über Rockklassik bis hin zu ganz eigenen Coverversionen wurde an einem Konzertabend alles geboten. 

Natürlich durfte „Herbstlied“ und auch „Mama Wilson“ nicht fehlen. Selbst eine Fassung vom Bond-Film „Lizenz zum Töten“ war zu hören. Die Fangemeinde, die an diesen Abend sehr zahlreich erschienen war, dankte es der Band durch aufmerksames Zuhören und mit viel Applaus. Der Keller war mit sicher 250 Bluesfans sehr gut gefüllt.

Wolfram Boddi Bodag (Keyboards, Gesang), Heiner Witte (Gitarre), Manfred Pokrandt (Bassgitarre) und Hannes Schulze (Schlagzeug) überzeugten wieder durch Spielfreude und gute Musik. Ohne Show, aber mit viel Herz begeisterte die Band ihre Zuhörer.

Der nostalgische, gemütliche Keller und die gute Veranstaltung überzeugten auch mich an diesem Abend -  ein sehr gelungener Konzertauftakt 2013.

12.01.2013 "Stahlzeit" Tribute to Rammstein im Tivoli / Freiberg

Perfekte aufwendige Rammstein Covershow mit viele Pyroeffekten und harten Texten

Stahlzeit Frontmann Heli Reißenweber
Stahlzeit Frontmann Heli Reißenweber

Ich bin zwar nicht der große "Rammstein" - Fan und Coverfreund; trotzdem hatte es mir mal die Band „Stahlzeit“ auf einem Festival angetan. Und weil sie im schönen Tivoli in Freiberg wieder mal gastierte, war es für mich klar, dorthin zu gehen. Ich wurde auch nicht enttäuscht. Was ich dann erlebte, war eine sehr professionelle Cover- und Pyroshow, die an die Grenzen eines Ballhauses ging und auch showmäßig krass war.

Aber warum auch nicht..Stahlzeit. Die Bayern, die Rammstein sehr genau und aufwendig kopieren, enttäuschten die Fans nicht. Über 1000 Mann kamen und waren begeistert von dieser Show. Es erklangen alle Hits der Berliner Industrie-Metal Band und die sind ja nicht ganz ohne...

Man muss dazu sagen, daß „Rammstein“ vor vielen Jahren, als ihr grosser Aufstieg begann, schon einmal in Freiberg gastierte. Lang ist das her...

Gegen 21 Uhr begann das Konzert dieses mal mit ganz besonderen Sicherheitsvorkehrungen und Feuerschutzmaßnahmen. Es war schon sehr beeindruckend, wie diese im Saal umgesetzt wurden.

Natürlich gab es eine etwas abgespeckte Version gegenüber der OpenAirShow, die ich 2010 in Chemnitz erleben durfte...; trotzdem sehr geil und es hat sich gelohnt - auch für einen eher nicht so harten Fan dieser Musik.

Die Band, die Musik und die Inszenierung spaltet die Ansichten in der Musikwelt sehr und polarisiert. Doch was sollte dagegen sprechen....

19.01.2013 "Engerling" & "Monokel Kraftblues" in Landsberg / SA

Doppelkonzert der legendären Berliner Ostbluesbands im "Goldenen Löwen" Landsberg

Lefty von Monokel Kraftblues beim Rocken
Lefty von Monokel Kraftblues beim Rocken

Am Samstag ging es konzertmäßig mal bissl weiter weg in einen Ort und Saal, wo ich noch nie gewesen bin, denn Ostblues in doppelter Ausführung mit "Engerling" und "Monokel Kraftblues" lockte. Es war die Gaststätte "Goldener Löwe" in Landsberg im südöstlichen Sachsen Anhalt, die bei Musikveranstaltern schon einen Namen hat.

Die Berliner Bands spielten an diesem Abend gut auf. Engerling begann kurz nach 21.30 Uhr (für mich war es ziemlich spät). Der Saal war mit 250 Leuten sehr gut gefüllt und unter den Fans herrschte eine super Stimmung .

Engerling spielte wieder ein sehr abwechslungsreiches, handwerklich feines Programm - wie immer gut und ohne Aussetzer. Hier ist Kontinuität zu spüren.

Nach einer kurzen Pause wurde es dann etwas lauter mit den Kraftbluesern.

Gegen 23.45 Uhr kamen sie auf die Bühne; Lefty war mal ohne Zylinder angereist, aber die Riffs auch genauso aggressiv.

Alle guten, bekannten Hits wurden gespielt und das Publikum tanzte mit.

Viel Spielfreude konnte man auch wieder erleben und große Begeisterung bei den Fans, was beide Bands dann auch ermunterte, Zugaben zu geben.

Es war ein langer Musikabend in leicht nostalgischer Atmosphäre und es hat sich gelohnt, dem Blues trotz des winterlichen Wetters hinterherzufahren.

Danke an die Kraftblueser und Engerlinge !

 

02.02.2013 "German Metal Attack 2013" mit GraveDigger

in der Alten Spinnerei - Glauchau hardrocken Wizard, GunBarrel, Majesty, GraveDigger

Frontman und Sänger Chris Boltendahl von GraveDigger
Frontman und Sänger Chris Boltendahl von GraveDigger

Es ist Februar und wieder Winter in Sachsen geworden.

Und alle 2 Jahre heißt das auch, ab in die „Alte Spinnerei“ nach Glauchau zu Grave Digger.

 

Die Metal-Urgesteine aus Gladbeck, um ihren Frontman Chris Boltendahl, touren in gewohnter Regelmäßigkeit durch Deutschland und machen auch in Glauchau immer Station.

Ich kenne keine zweite Metalband, die so eine Tourtradition in Sachsen hat. Und ich freue mich jedes Mal auf das Konzerthighlight im Winter.

 

Die Alte Spinnerei in Glauchau ist dafür die richtige Location. Tolles altes Ambiente, Empore und intensive Bühne bringen die richtigen Zutaten für einen Hardrockabend. Und die Fans, die wieder zahlreich erschienen sind, ich denke es waren über 700, in dem brechend vollen Haus sprechen dafür. Im Alter von 20 bis 60 Jahren war alles dabei. Die Männer mit langen Haaren machten den größten Anteil aus, aber auch das weibliche Geschlecht war zahlreich vertreten.

Es ist halt eine Kultveranstaltung für die klassischen Hardrocker in Sachsen. Und Grave Digger kann ja schon auf eine lange Karriere  zurückblicken.

 

Also Grave Digger hatte geladen und das Motto des Abends war: „German Metal Attack 2013“.

Und wie es bei einer echten Metal-Night so ist, wird’s ein langer Abend mit mehreren Bands.

Vier Hardrockformationen waren angesagt… Wenn das nix ist und das für 25 Euro Eintritt;

ein unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis und alle schweren Jungs waren jeden Cent wert.

 

Ich war spät dran. Als ich kurz nach 20.30 Uhr den Saal betrat, da rockte schon die erste Band. 

„Gun Barrel“ aus Köln-Bonn heizten schon mal kräftig ein und wie das so bei einen Heavy- Metal-Konzert ist, gibt’s kein Abtasten…. - von 0 auf 100.

Die erste Band nutzte ihre etwas kürzere Spielzeit optimal und die Zuschauer waren sofort auf Betriebstemperatur. Ja, es wurde heiß an diesem langen Abend und die schwarzen T-Shirts waren bei Zeiten nass. Nach einer halben Stunde Gun Barrel Rock mussten sie sich leider verabschieden. Ich habe sie zum ersten Mal gesehen und auch gehört. Echter Metal, sage ich nur. Aber das Programm war ja so voll gepackt und es musste weiter gehen. Ich gönnte mir erst mal ein Bier, denn die Atmosphäre war schon am Anfang an heiß. Auf der Bühne wurde fix umgebaut und man muss sagen, die Umbauphasen zwischen den vier Acts waren kurz. Langeweile hatte an diesem Abend keine Chance.

 

Jetzt folgte „Wizard“, auch schon fast Metalurgesteine. Und sie setzten das Tempo fort.

Dieser Abend gehörte irgendwie sowieso den harten Riffs und den kraftvollen Klängen aus Kehle und Gitarre. Sanfte Töne und Balladen waren eher die Ausnahme.

Wizard spielte einen kraftvollen Metal und Sängerhüne Sven D’Anna feuerte immer wieder das Publikum an. Unglaublich, wie Volker Lenson am Bass abrockte. Es war ´ne geile Show, und die Pommesgabeln und Fäuste stachen immer wieder in den Saalhimmel. Acht Powersongs wurden gespielt, auch von ihrem aktuellen Album „…Of Wariwulfs And Bluotvarwes“.

Die Stimmung unter den Rockern auf Bühne und im Saal wurde immer besser…, eigentlich war sie nie schlecht. Ein gelungener Auftritt der Powerrocker aus Bocholt.

 

Danach wurde es noch schneller.

„Majesty“ betraten die Metalbühne und legten ein Höllentempo auf. Die Band kannte ich noch nicht, aber die Jungs haben mich bei ihrem Auftritt überzeugt. Getragen von ihrem derzeitig aufsteigenden Erfolg, u.a mit der Scheibe "Thunder Rider", zeigten sie einen wahrhaft meisterlichen Auftritt. Drei Gitarren, die Drumsklänge und die Stimme von Tarek Maghary flogen den Fans nur so um die Ohren. Immer wieder reckten sie ihre Gitarrenhälse in den Metalhimmel und die Spielfreude konnte man ihnen ansehen.

 

Im übrigen war durchweg bei allen Musikern die Lust am Spielen und der Freude am Konzertabend anzumerken und man spürte, dass sie aus Überzeugung dort oben stehen.

 

Bei „Majesty“ flogen wie bei keiner anderen Metalband an diesem Abend die langen Haare durch die Luft und es war ein tolles Spektakel, den Auftritt der Süddeutschen zu erleben.

Leider mussten auch sie mit „Metal Union“ ihren Auftritt beenden. Auch wenn die Fans Zugaben forderten… Ein Blick und ein Zeigen der Musiker auf die Uhr verriet aber, dass der Abend mit Hauptact „Grave Digger“ ansteht und die Jungs auch ihre Spielzeit brauchen.

Und Ihretwegen waren ja viele Metaljünger angreist. Fast jeder zweite Konzertbesucher trug ein schwarzes T-Shirt mit dem Grave-Digger-Aufdruck.

 

Der Saal beruhigte sich wieder etwas und es wurde das eine oder andere Bier geschlürft und die Stimmung war gut unter den Fans des etwas härteren Genres.

Die Gitarren wurden gestimmt und dann wurde es dunkel….

Blaue Strahlen zerschnitten die Dunkelheit und „Reaper-Tod“ mit seinem Schifferklavier wandelte über die Bühne. Das Intro „Charon“ erklang und es ging los.

Chris Boltendahl, der symphatische Sänger und seine Mannen stürmten auf die Bühne und ließen keinen Zweifel, dass jetzt die Hölle bebte.

„Clash Of The Gods“ erklang und Chris war sofort in seinem Element und zeigte in seiner eigenen und legendären Art, wie man Freundlichkeit und harten Metal miteinander verbindet und einen Draht zum Publikum herstellt. Sofort waren die Hände oben und der Frontmann klatschte auch die Fans der ersten Reihe ab. Es war schon gegen 23.00 Uhr, als jetzt das Feuerwerk einer der besten klassischen Metalbands abgebrannt wurde. Und das Programm hatte sich zum letzten Liveauftritt, vor 2 Jahren, etwas geändert. Damals gab es einen historischen schottischen Songblock und einen klassischen Hardrockteil. Diesmal war alles gemischt und Klassikrock hatte einen etwas größeren Anteil. Ganz nach dem Motto: „German Metal Atack 2013“.

 

Die Show, die die Fünf ablieferten, war wieder mal sehenswert. Chris agierte wie ein ruheloser Orchesterleiter auf der Bühne, der immer wieder die Fans anstachelte und seine Kollegen zur Höchstform trieb, aber das musste er gar nicht, denn die Spielfreude war absolut da. Axel Ritt entlockte seiner Gitarre herrlich klare, laute Hardrocktöne und Stefan Arnold an den Drums bearbeitete sein Werkzeug mit voller Energie. Dazu zeigte er akrobatische Spielchen mit seinen Stöcken und ohne Fehler. Interessant, ihn zu beobachten. Basser Jens Becker und Keyboarder und Sensenmann Hans-Peter Katzenburg komplettieren den tadellosen Liveauftritt der Band. Chris Boltendahl kann es natürlich nicht lassen, eine Liebeserklärung an die Spinnerei/Glauchau abzugeben und die ist auch berechtigt. Es ist immer ein tolles Event, das ich nur empfehlen kann. Die Stimmung auf der Bühne und im Saal ist riesig und Klassiker wie „Excalibur“ oder „Medusa“ erklingen…. Und die Fans sind auch textsicher. Dies war auch nicht anders zu erwarten. Pommesgabeln und Hände strecken sich bei fast jedem Song in den Himmel. Bei einer kleinen Rangelei von Einem aus dem Publikum, bittet Chris die Fans friedlich, die Show zu feiern und die Menge gröhlt ihre Zustimmung heraus. Der Saal kocht und ich bin trotz meines guten Platzes auch schon klitschnass. Die langen Haare der Fans sind schon strähnig, als es ruhiger wird und drei Barhocker auf die Bühne gestellt werden. In Anspielung seines Alters von über 50 Lenzen sagt er, dass er es auch mal ruhiger braucht und der Klassiker „Yesterday“ erklingt. Die Fans singen mit und bunte Lichtstrahlen wandern über die Bühne bei diesem Song.

 

Wir sind im Zugabenteil angekommen und mit „Highland Farewell“ wird es wieder lauter. Dann kommt der Klassiker schlechthin, für mich das Beste. Hier an diesem Abend das Finale: „Heavy Metal Braekdown“ schallt es von der Lichterbühne und der Saal kocht.

Die Hände sind oben und die Hardrockklänge donnern einem entgegen. Ja, so was ist hart, aber auch schön!

Klasse Abend, denke ich, als schon weit nach 24.00 Uhr der Abend zu Ende geht.

 

Wieder einmal hat es die Band geschafft und auch die 3 Supportbands inbegriffen, ein

Konzerterlebnis der besonderen Art, und vor allen zeitlos, darzubieten. Alle hier im Saal hoffen, dass es ein Wiedersehen gibt.

 

So … noch ein Bier zur Abkühlung, paar Gespräche über die Szene, auch über Konzerterinnerungen und Ausblicke und ab geht’s nach Hause – 100 km ins Erzgebirge.

 

So muss ein Konzertabend sein…Power, Qualität und beste Stimmung im Saal….bis zum nächsten Mal.

22.02.2013 "City" auf ihrer Unplugged Tour im "Stern" zu Riesa

Die Berliner Altrocker mal etwas ruhiger und mit Songs, die man eher selten hört

Frontman Toni Krahl
Frontman Toni Krahl

"City" in Riesa und ich bin hin. Zwar war es eine Stuhlreihenmugge und etwas steifer, trotzdem hat sich die Fahrt gelohnt. Bei winterlichem Wetter mit Schnee und Frost ging es in das Kulturhaus "Stern". Die Mannen um Toni Krahl spielten einen etwas lockeren Unplugged Abend vor rund 350 Zuhörern. Dabei kamen auch Songs zum Gehör, die nicht immer auf Citykonzerten zu hören sind, jedoch der Band sehr am Herzen liegen. Gut so !

15.03.2013 "Mitch Ryder"+Engerling bluesen im Malzhaus Plauen

Die amerikanische Blueslegende aus Detroit mit den Osturgesteinen Engerling und Gastmusiker Pitti Piatkowski im Kellergewölbe der Vogtlandmetropole

Bei eisigen Märztemperaturen ging es zum Bluesmeister der leisen und lauten Töne zu

Mitch Ryder, nach Plauen ins vollbesetzte "Malzhaus".

Im Steinkeller spielte er vor rund 250 Zuhörern und Blueskennern ein 2,5-stündiges Konzert mit den "Engerlingen" als Begleitband und "Renft" - Musiker Gisbert Piatkowski.

Der 74-jährige Altmeister des Blues war in seiner bekannten Art zu erleben und wurde sehr gut unterstützt. Mitch quälte mal wieder seine Stimme und bot ein unverwechsebares Konzert der Extraklasse; dazu die sauberen Klänge von Boddi Bodag und seinen Kollegen; auch für mich ein gelungener Abend in Plauen.