Mein Vater - Eberhard Nitzsche - geb. 15.12.1936 - gest. 25.12.2020

Mein Dank gilt meinen Vater, der so viel für mich getan hat und der jetzt leider nicht mehr unter uns sein kann. Ich hab dich lieb.

Die letzten Tage des Jahres 2020, was unsere Familie sehr viel erleben muss:

20.12.2020:

Die schönen Sonnentage im Dezember sollen langsam zu Ende gehen. Ich werde noch mal ein Wintergrillen machen so lange das Wetter mitspielt. Am nächsten Tag muss ich arbeiten. Das Grillen macht dann auch richtig Spaß in der Dunkelheit mit Glühwein, Feuer, Musik und Rippchen.

Leider ändert sich das Nachts. Vati bricht nach Mitternacht beim Stuhlgang zusammen und wird bewusstlos. Mutti informiert mich und wir zerren Vati mit Mühe ins Bett. Es bleibt keine andere Wahl als die SMH mit Notarzt zu informieren. Und leider gehts ab ins Krankenhaus. Was wird? Die Nacht ist natürlich gelaufen.

21.12.2020:

Wie geeiert fahre ich auf Arbeit zur Frühschicht und die schlechte Nachricht lässt nicht lange auf sich warten. Vati hat Corona und jeder weiß was das heisst. Ich erstmal heim und in Quarantäne.

Es kommt das Bange Warten und abends macht der Arzt auch noch wenig Hoffnung. Eine sehr unruhige Nacht folgt mit den Gedanken an das Schlimmste. Aber es passiert nix.

22.12.-24.12.2020: Ina kann ins Krankenhaus. Der Zustand ist kritisch aber er ist gesitig sehr gut da, dagegen körperlich extrem schwach. Starke Schmerzmittel und viel sauerstoff muss er nehmen. Er hält durch und wir machen uns alle Gedanken.

25.12.2020: Der Wunsch meines Vaters nach Hause zu wollen, verstärkt sich. Man kann es verstehen. Der Zustand bleibt eher schlecht aber wird auch nicht schlechter. Er lehnt künstliche Beatmung ab.

Wir setzen die Räder im gang , das er nach Hause kann, der Arzt ist nicht abgeneigt. Sein Wunsch muss erfüllt werden.

19.30Uhr: Leider geht der Wunsch nicht in Erfüllung. Vati ist im Krankenhaus gestorben. Wir sind unheimlich traurig und man muss mit den Tränen kämpfen. Es ist so ein Gefühl von Leere und Gefühlen. Es gehen einen viele Dinge durch den Kopf wo es keine Antwort gibt. Was man versäumt hat, was man anders hätte machen können. Man kann nichts mehr zurückdrehen. Er wird nicht mehr da sein. Mit dem Gedanken kann man sich kaum indentifizieren. Es ist einfach Mist. Man versucht das positive Leben zu sehen. Es fällt einen schwer. Vati ist 84 geworden. Und nun ist er für immer weg.

26.12.2020: Es ist Winter bei uns, dünne Schneedecke , die Sonne kommtraus, aber Papa ist nicht mehr da. Man kramt in Bildern, sucht Erinnerungen und ist so traurig und kann nix ändern.

27.12.2020: Die neue Situation ist immer noch nicht zu begreifen, besonders wenn man intensiv nachdenkt und sich an Vati erinnert. Aber es muss irgendwie werden.

31.12.2020: Das Jahr geht zu Ende und Vati ist fast schon eine Woche weg. Er fehlt uns und wir würden ihn so gern wieder bei uns haben. Aber das ist leider ein Traum. Wir haben ihn sehr in Erinnerung.